Massage, Angela Peier, Praxiszentrum Glärnisch, Wädenswil

Klassische Massage

Massieren ist weltweit eine der ältesten Behandlungsmethoden. Bereits in chinesischen Schriften aus dem Jahr 2600 v. Chr. wurden Massagehandgriffe beschrieben, und auch in der indischen Heilkunst sind frühe Beschreibungen von Massagen in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern bekannt. Die griechischen Ärzte Hippokrates (460-375 v. Chr.) und Galenos (129-199 n. Chr.) wendeten Massagen als Heilmethoden an und trugen dadurch zu deren Verbreitung in Europa bei. Während des Mittelalters gerieten die Massagemethoden teilweise in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert setzte der französische Chirurg Ambroise Paré (1510-1590) wieder Massagen zur Rehabilitation nach Operationen ein und etablierte die Behandlung auf diese Weise erneut in der Medizin.

Als einer der Väter der heute in der westlichen Welt verbreiteten Techniken der klassischen Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839). Die klassische Massage wird deshalb auch als schwedische Massage bezeichnet. Ling war zunächst als Fecht- und Gymnastiklehrer an der Universität Lund in Schweden tätig. Im Jahr 1813 gründete er das Gymnastische Zentralinstitut in Stockholm, wo er seine Art der Gymnastik weiterentwickelte und lehrte. Diese gymnastischen Übungen wurden bald so populär, dass sie in Schulen und bei der Armee eingeführt wurden. In Lings Aufzeichnungen fanden sich auch Hinweise auf verschiedene Massagegriffe. Diese wurden später von dem holländischen Arzt Johan Georg Mezger (1839-1909) und dem deutschen Orthopäden Albert Hoffa (1859-1907) aufgegriffen, die daraus die heute gebräuchlichen Massagegriffe der klassischen Massage entwickelten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.

Die klassische Massage ist heute die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform und wird von speziell ausgebildeten Masseuren oder Physiotherapeuten durchgeführt.

 

Bei der klassischen Massage werden mit den Händen Druck- und Zugreize auf Gewebe und Muskeln ausgeübt. Die Berührungen haben zum einen eine direkte körperliche Wirkung, in dem sie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen, die lokale Durchblutung steigern und den Zellstoffwechsel anregen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, beseitigt. Zum anderen übt die Massage einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus und fördert so die Entspannung und das Wohlbefinden.

Funktionsmassage 

 Bei der Funktionsmassage wird parallel zur Faserrichtung des jeweiligen Muskels massiert, unter gleichzeitiger Dehnung des behandelten Muskels und Mitbewegen des Gelenkes.

 Die Wirkung basiert auf einer reflektorischen Entspannung und dadurch einer verbesserten Durchblutung der behandelten sowie der benachbarten Muskeln. Die Bewegung führt zu einer kontrollierten Mobilisierung der Gelenke und zur Dehnung längs gerichteter zugfester Fasern.

 Das Ziel besteht vor allem darin, die Detonisierung (Entspannung) des hyperaktiven Muskels oder die Dehnung des verkürzten Muskels zu bewirken. Die Massage erfolgt rhythmisch und langsam über eine Dauer von 3-5 Minuten bzw. so lange, bis sich die Entspannung des behandelten Muskels einstellt. Die Funktionsmassage wird in der klassischen Massage integriert angewendet. 

Viszerale Massage

Die viszeralen Behandlungstechniken sind ein Teil der Osteopathie. Hier liegt der Fokus auf der Behandlung der Bauchorgane. Es ist eine Form der funktionellen Technik, die direkt an den Bauchorganen und deren faszialer Befestigung angewendet wird. Wie bei der Craniosacralen Osteopathie führt auch hier das Erfühlen der Gewebespannungen dazu, die Dysfunktionen über eine äusserst behutsame Korrektur zu lösen.

 

Fussreflexzonen Massage

Die Reflexzonenmassage am Fuss ist eine Behanldungsform, die sich im Laufe vieler Jahre aus altem Volkswissen zu einer exakt ausgearbeiteten Therapie entwickelt hat. Der Fuss “reflektiert” im verkleinerten Massstab den Zustand des ganzen Menschen.